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Mediation muss in die Köpfe der Menschen |
Die Mediatorenszene in Deutschland hat, und da verrate ich nichts neues, ein Problem: Es gibt, so meint man jedenfalls, keine Aufträge. Weshalb zur Zeit nur ein paar wenige Mediatoren von ihrer Arbeit leben können. Ansonsten leben eigentlich nur die Ausbildungsinstitute gut.
Nun gibt es eine Vielzahl von Seminaren, Büchern und Anbietern, die sich "Marketing für Mediatoren" verschrieben haben. Ich stehe dem jedoch skeptisch gegenüber. Diese Seminare und die anderen - in der Regel - kostenpflichtigen Angebote, geben angehenden oder bereits "am Markt" befindlichen Mediatoren viele tolle Tipps. Einzig, die Umsetzung ist problematisch, da - aus meiner Sicht - oftmals vorausgesetzt wird, dass die Menschen, die zu uns kommen sollen, bereits wissen, was Mediation ist.
Und genau da liegt meines Erachtens das große Problem: Wenn es sich nicht gerade um einen Mediator handelt, der zufällig auch noch Millionär ist (ab besten mehrfacher), ist es eigentlich unmöglich gleichzeitig für sich Werbung zu machen, und auch noch über das Verfahren aufzuklären. Das kostet einfach viel Geld und viel Zeit. Es ist ein wenig so, als würde man versuchen, auf einer wilden Wiese nur durch draufschütten von Saatgut eine tolle Ernte einzufahren.
Was also muss man - um beim Ackerbeispiel zu bleiben - tun, damit man ernten kann? Genau, man muss den Acker bestellen! Bevor nicht in den Köpfen der Menschen (am besten eines jeden Menschen ab ca. drei Jahren) angekommen ist, WAS Mediation eigentlich ist, und warum Mediation eine andere Möglichkeit der Streitbeilegung sein kann, solange brauchen wir auch keine Samen auf die Wiese zu kippen.
Eine Initiative, entstanden aus der XING-Gruppe "Wirtschaftsmediation - Zielgruppen/Anwendungsbereiche/Praxisfälle" die sich den Namen Interessengemeinschaft Mediation gegeben hat, will durch die Gründung einer Stiftung, genau diesen Acker bestellen.
Ein Memorandum mit den wichtigsten Informationen über die Stiftungsgründung finden Sie hier.
Wenn Sie mögen, haben Sie die Möglichkeit, sich am 25. September 2010 in Hamburg darüber genauer zu informieren. Einzelheiten zur Veranstaltung finden Sie auf XING in den Events.
Ich würde mich freuen, Sie in Hamburg persönlich zu begrüßen zu können. Seien Sie dabei - lassen Sie uns gemeinsam was bewegen!
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Erste Ergenisse des Mediatorentreffens ... |
... am 8. Mai 2010 liegen nun vor.
Für uns sehr erfreulich waren rund 40 Teilnehmer unserem Aufruf gefolgt, sich über Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit auszutauschen und erste Ergebnisse zu präsentieren. Es wurden zu Beginn drei Gruppen gebildet (Marketingmaßnahmen / Öffentlichkeitsarbeit / Organisationsform) und im Fishbowl-Verfahren gearbeitet.
In der zweiten Gruppe wurde schnell klar, dass man zunächst definieren muss, was eigentlich Öffentlichkeitsarbeit von Marketingmaßnahmen unterscheidet - wir haben uns darauf verständigt, dass wir dies so verstehen, dass Öffentlichkeitsarbeit "die Mediation als Ganzes in das Bewusstsein der Öffentlichkeit" trägt, während Marketingmaßnahmen darauf gerichtet sind, für jeden einzelnen Mediator und jede einzelne Mediatorin Werbung im klassischen Sinne zu machen.
Das Gruppenergebnis der dritten Gruppe (Organisationsform) wurde sehr kontrovers diskutiert, weil sich einige Teilnehmer wohl "überfahren" vorkamen. Es wurde daher besprochen, dass das Thema, in welcher Art und Weise sich die Teilnehmer "zusammentun" erst zu einem späteren Zeitpunkt besprochen wird.
Auch ein neuer Termin für das zweite Mediatorentreffen wurde vereinbart: 19. Juni 2010, wiederum in Stuttgart.
Dort auf der Tagesordnung steht - nach derzeitiger Planung - ausschließlich die Erarbeitung ganz konkreter Marketing- und Öffentlichkeitsmaßnahmen. Wer noch interesse hat, hier der Link zur Veranstaltung.
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8. Mai - ein besonderes Datum ... |
... historisch betrachtet.
Nicht nur, dass vor 65 Jahren Generalfeldmarschall Keitel die deutsche Kapitulation unterschrieben hat; 1877 wird bei deutschen Ausgrabungen in der Cella des Heratempels in Olympia wird der Hermes von Olympia ans Tageslicht gefördert.
Auf etwas ähnliches hoffen wir als Veranstalter des ersten Mediatorentreffens in Stuttgart auch. Dabei verstehen wir diesen Termin als "Arbeitstag". Es sollen konkrete Maßnahmen beschlossen werden, wie wir Mediatoren auf ganz praktische Art und Weise für das Thema Mediation Werbung machen können und als Resultat daraus entsprechend Aufträge gewinnen können.
Dazu ist es sicherlich auch notwendig, zu besprechen in welcher Art und Weise eine Zusammenarbeit zwischen den Einzelnen Teilnehmer passieren kann. Was wir nicht wollen, sind Diskussionen darüber, ob es eine Anerkennung für spezielle Ausbildungen gibt, wie sich Mediation definiert etc.
Wenn das Thema für Sie interessant ist: Noch sind ein paar Plätze frei. (Wenn Sie kein XING-Mitglied sind, schicken Sie mir über mein Kontakt-Formular eine entsprechende Nachricht.)
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Erbschaftsstreitigkeiten ... |
... sind oft belastend und langwierig.
Es ist ein schwerer Schlag für die Familie: Der Vater ist plötzlich verstorben. Vieles ist nun zu erledigen. Neben der Beerdigung und den Behördengängen müssen sich die Hinterbliebenen natürlich auch um die Aufteilung des Nachlasses kümmern.
Existiert ein Testament und sind die bedachten Erben sind mit dem letzten Willen des Verstorbenen einverstanden, ist eine Aufteilung in der Regel einfach und ohne großen Aufwand zu vollziehen. Aber was passiert, wenn es kein Testament gibt? - Dann sind Streitigkeiten oft vorprogrammiert.
Nach Auskunft der Anwaltskammern beschäftigen sich Anwaltskanzleien zwischenzeitlich zu mehr als 25% mit Nachlassstreitigkeiten, denn nur jeder dirtte Bundesbürger hat überhaupt ein Testament erstellt. Aber auch in Fällen in denen ein Testament exisitert, kann es vorkommen, das dieses von einer Partei angefochten wird. Oder aber, der Erblassern hat keinen letzten Wille hinterlassen, damit sich die Hinterbliebenen um die Vermögens- werte in Form von Immobilien und Mobilen kümmern können.
Warum auch immer es zu Erbschaftsstreitgkeiten kommen mag: Es gibt vielfach andere Möglichkeiten als den juristischen Weg zu bestreiten.
Das haben auch immer mehr Rechtschutzversicherer erkannt, und übernehmen auch die Kosten einer Mediation. Durch dieses Verfahren bietet sich den Parteien eine Möglichkeit kostengünstig, zügig und einvernehmlich zu einer Lösung zu kommen.
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... so sieht es jedenfalls aus, wenn ich mir den Blogbeitrag des von mir sehr geschätzen Kollegen Brinkmann hier ansehe.
Das Verhalten an sich ist aus meiner Sicht sehr positiv zu beurteilen, zeigt es doch, dass die in der XING-Gruppe "Wirtschaftsmediation - Zielgruppen/Anwendungsbereiche/Praxisfälle" begonnene Fusion der Kräfte der Richtige Weg ist.
Viel interessanter aber, ist der zweite Teil. Dort finden sich Andeutungen bezüglich der zukünftigen Zertifizierung der Mediatoren. Wie der Kollege Kolb bereits im Kommentar zum Artikel schrieb, standen die Chancen für eine Mediatorenkammer nie besser als heute. Bleibt zu hoffen, dass diese Chance genutzt wird!
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